Viele Ersatzteile für Carrera Servo 160 waren auch lange nach Produktionsende noch zu bekommen. Der eine oder andere Spielwarenladen hatte bis weit in die 2000er Jahre hinein sogar noch Restbestände. Die nahezu endlose Variantenvielfalt bei Chassis und Karossen führt aber leider dazu, daß man manchmal trotzdem lange suchen muß, bis das passende Teil gefunden ist.
Die Ersatzteile wurden hauptsächlich in kleinen Beutelchen verkauft, die die angegebene Stückzahl der Teile enthalten. Daneben hatten gut sortierte Spielwarenhändler auch Service-Boxen, dort konnte man die Teile in beliebiger Stückzahl kaufen.
Die Auflistung der Ersatzkarossen ist höchstwahrscheinlich noch unvollständig. Ob es alle Karosserievarianten einzeln als Ersatzteile gab, entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn man heutzutage noch originalverpackte Ersatzkarossen findet, handelt es sich fast immer um die Steckversion.
Die Fotos der Ersatzkarossen sind aus der Sammlung von Michael Fröhlich, vielen Dank !
Die Handregler wurden ab 1978 in drei Farben produziert, und zunächst hatten die Drückerstößel jeweils die gleiche Farbe wie das Gehäuse. Dies wurde jedoch alsbald dahingehend umgestellt, dass alle Drückerstößel aus schwarzem Kunststoff gespritzt wurden. Aus heutiger Sicht sind die ersten Versionen überaus selten zu finden. Weiterhin wurde mit der Einführung der Servo 140 im Jahr 1979 die Beschriftung der Verpackungen angepasst. Die folgenden Bilder können per Klick vergrößert werden.
Die folgende Tabelle vermittelt einen guten Eindruck über die technische Variantenvielfalt bei der Carrera Servo 160. Abgebildet sind die bisher bekannten Felgenvarianten und ihre Abmessungen. Alle Angaben sind in mm.
| Bezeichnung | Durchmesser Achse | Durchmesser außen | Breite | Nut | Befestigung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|
| SA Kunststoff | 2,6 | 8,5 | 1,7 | 0,2 | Schraube | ![]() |
| SB Kunststoff | 2,6 | 9,3 | 2,7 | 0,8 | Schraube | ![]() |
| SB Aluminium | 2,6 | 9,3 | 2,7 | 0,8 | Schraube | ![]() |
| SC Aluminium | 2,0 | 9,3 | 2,7 | 0,8 | Schraube | ![]() |
| NA Aluminium | 2,0 | 9,3 | 2,7 | 0,8 | Niete | ![]() |
| NB Kunststoff | 2,6 | 8,0 | 2,5 | 0,2 | Niete | ![]() |
| NC Kunststoff | 2,6 | 9,3 | 3,4 | Wulst | Niete | ![]() |
Als Ersatz für abgenutzte oder ausgehärtete Vorderreifen lassen sich Gummi-O-Ringe (im Sanitärfachhandel oder Baumarkt erhältlich) verwenden. Für die schmalen Felgentypen SA und NB passen Ringe der Dimension 7 x 1,5 mm (Innendurchmesser x Wulstdicke), für die breiteren Felgen 7 x 2,5 mm.
Bei Felgen vom Typ NC ist etwas Bastelarbeit notwendig. Hier wird zuerst einmal der Steg mit einer kleinen Zange entfernt. Danach muss die Felge rund geschliffen werden. Dazu rollt man entweder die Felge über Schleifpapier ab oder spannt die Felge in eine Bohrmaschine oder ähnliches und entfernt die Grate am drehenden Objekt. Wenn die Felge schön rund ist, nimmt man auch hier O-Ringe (7,8 x 1,9 mm) und klebt diese mit Superkleber schön gerade in die Mitte der Felge. Wenn der Kleber trocken ist, stehen auch diese Reifen dem Original in Nichts nach
Häufig reagieren - trotz neuer Vorderreifen - die Autos nicht mehr richtig auf den Spurwechsel, da das Lenksegment abgenutzt ist und keinen Ausschlag mehr herstellt. Hier hilft ein Tropfen Ponal (der sein Volumen nach der Trocknung beibehaält) in den unteren Winkel, siehe Bild.

Zum Abschluß noch ein Scan aus dem 82er Katalog, hier ist die Explosionszeichnung eines neueren Chassis mit Blockmotor und schraubbaren Führungshaken dargestellt.
